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Karl-Heinz Fritz
1. Vorsitzender

Eulerweg 18
67245 Lambsheim

Tel. 06233/53373

1.vorsitzender@gmv-lambsheim.de

Geschichte

Träger alter Gesangs- und Musiktradition in Lambsheim ist der Gesang- und Musikverein "Volkschor" 1846 e.V. Lambsheim. Diesen Namen trägt der Verein seit dem 17. Juni 1970, dem "Tag der Einheit". An diesem Tag schlossen sich die Sänger und Mitglieder des "Männergesangvereins Volkschor Lambsheim" und die Musikfreunde des "Musikverein 1919 Lambsheim" einstimmig zu einem Verein zusammen.

Die Jahreszahl 1846 erinnert an die Gründung des ersten Gesangvereins in Lambsheim, am 19. August 1846.

Unsere Vorfahren versuchten damals Licht in eine politisch sehr dunkle Zeit zu bringen, auch in dem Wunsch, die deutschen Stämme durch Gesang zu einen. Überall in unserem Vaterland traten damals Gesangvereine auf den Plan und ließen ihre Lieder erschallen.

Ein örtlicher Umstand führte schließlich auch zur Gründung eines Gesangvereins. Im Jahre 1843 beschloss der Gemeinderat unter Vorsitz des Bürgermeisters Karl Wendel, die baufällig gewordene alte protestantisch-reformierte Kirche, deren Eingang an der Westseite des Turmes bis zur Turmsanierung 1991 zugemauert war und dann durch eine gläserne Tür ersetzt wurde, abzureißen.

Auf der Nordseite des Glockenturmes wurde eine größere protestantische Kirche erbaut. Im Januar 1844 wurde eine Abschiedsfeier in der alten Kirche abgehalten, wobei die früheren Schüler des Lehrers Friedrich Adam Koch zwei vierstimmige Choräle sangen.

Die jungen Sänger hielten auch weiterhin zusammen und baten 2 Jahre später ihren alten Lehrer, sie erneut in einem Gesangverein, im Gesang zu schulen. So wurde Herr Lehrer Koch der erste Dirigent in dem ersten Gesangverein Lambsheims mit 60 aktiven Mitgliedern.

Vorsitzender der sangesfreudigen Männer wurde der Gutsbesitzer Herr Johann Valentin Reudelhuber.

Durch freiwillige Spenden der Sängerfrauen bekam der Verein auch schon 1847 seine erste Vereinsfahne, die für 140 Gulden in Mainz gefertigt wurde.

Am ersten auswärtigen Sängerwettstreit mit 12 anderen Chören waren unsere Sänger beim Kantonal-Sängerfest, im Mai 1848 beteiligt, wo sie nach dem seit 1840 bestehenden "Liederkranz Frankenthal" den zweitbesten Erfolg erzielten.

Wenige Wochen später bei der Einweihung der neu erbauten protestantischen Kirche sang unsere Sängerschar am Vorabend des zweiten Julisonntags, am 8. Juli 1848, bei Fackelschein unter der Chorleitung von Herrn Lehrer Koch einige 4-stimmige Kirchen- und Vaterlandslieder und am Festtage selbst, der feierlichen Einweihung der Kirche, am 9. Juli 1848 die Choräle:

"Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt! " und
"Die ganze Welt ist voll des Herrn Macht".

Auch mit einem ersten Konzert und Ball war in den ersten zwei Jahren seines Bestehens unser Verein schon hervorgetreten. Doch danach gab es eine große Pause im Vereinsleben; denn nun erlebten unsere Sänger auch die politische Sturm- und Drangperiode, die auch Lambsheim in den Jahren 1848 - 1850 erfasste, als vornehmlich im süddeutschen Raum Freischärler einen Aufstand für eine deutsche Reichsverfassung machten.

Als ruhigere Zeiten eingekehrt waren, blühte das Vereinsleben im Mai 1856 wieder auf. Die gesangliche Leitung im Chor übernahm Herr Lehrer Heinrich Borger. In kurzer Zeit hatte er wieder eine große Zahl aktiver Sänger um sich geschart, mit denen er innerhalb von drei Jahren 75 gehaltvolle Lieder, darunter auch sehr schöne Doppelquartette, einübte.

Nur ungern sah ihn deshalb unser Verein im November 1859 nach Amerika auswandern. Auch dort brachte er es als Seminar-Direktor zu hohen Ehren. Im Januar 1860 kam Herr Wilhelm Beck als Lehrer hierher, der sofort auch die vakante DirigentensteIle im Chor übernahm.

Aber schon nach einem Jahr kam es zwischen ihm und den Sängern finanzieller Dinge wegen zu großen Differenzen. Der Verein war nun wieder ohne Dirigent und konnte sich deshalb auch nicht bei der Einweihung unseres in den Jahren 1860/61 höher gebauten Glockenturmes beteiligen.

So erfuhr das Vereinsleben abermals eine Unterbrechung, und beinahe wäre es auch zu einer Auflösung des Vereins gekommen.

Zum Retter in der Not, der die Sänger wieder zu ihrer trauernden Fahne zurückführte, wurde Herr Peter Mißkam, der seit 1856 dem "Gesangverein Lambsheim" angehörte.

Als Schriftführer des Vereins übernahm er 1863 auch dessen gesangliche Leitung. Damals nannten wir uns 5 Jahre lang nun "Feuerwehrgesangverein", weil die Mannschaften der hier im Jahre 1862 gegründeten freiwilligen Feuerwehr zum größten Teil aus aktiven Mitgliedern unseres Vereins bestanden und auch die alte Vereinsfahne aus dem Jahr 1847 benützten.

Vorstand von diesem "Feuerwehrgesangverein Lambsheim" wurde Herr Karl Friedrich Reudelhuber, der Bruder des bisherigen Gesangsvorsitzenden Johann Friedrich Reudelhuber, der nunmehr von 1863 bis 1870 hier Bürgermeister war.

Nach dem Tode des Vorstandes Karl Friedrich Reudelhuber am 28. Januar 1868 wurde der Dirigent und Schriftführer Peter Mißkam auch Vorstand im Verein, der sich jetzt wieder den alten Namen "Gesangverein Lambsheim" zulegte.

Volle 44 Jahre blieb Herr Mißkam nun 1. Vereinsvorsitzender, bis er sich am 13. Januar 1912 im Alter von 75 Jahren von allen Ämtern zurückzog.

Bis dahin gehörte er ununterbrochen 56 Jahre dem Verein an, wovon er 16 Jahre, von 1863 bis 1879, auch das Dirigentenamt inne hatte.

Viele Jahre sorgte er auch dafür, dass unser Chor zur Verherrlichung des evangelischen Gottesdienstes bei kirchlichen Festen beitrug, so auch bei der Einführung von Herrn Pfarrer Moschel in unserer Gemeinde, bis zur Gründung des protestantischen Kirchenchores im Jahre 1881.

In seinem besten Mannesalter erlebte unser ehrenwerter Sängerfreund auch die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches am 18. Januar 1871. Deshalb war es für ihn selbstverständlich, sich mit dem Gesangverein auch bei dem hiesigen Friedensfest am 4. März 1871 zu beteiligen. In patriotischer Begeisterung trugen dabei die Sängerfreunde unter Mißkam' s Leitung die Lieder vor:

"Deutsche Worte hör' ich wieder" und
"Die Wacht am Rhein",

wofür Herr Bürgermeister Dr. Ludwig Groß dem Dirigenten Mißkam besonders herzlichen Dank im Festverlauf öffentlich aussprach.

Dank und Anerkennung zollten ihm auch seine Sänger im Dreikaiserjahr am 12. Mai 1888, als sie Peter Mißkam zu ihrem Ehrenpräsidenten ernannten.

Diese hohe Stelle im Verein hielt ihn aber nicht davon ab, bei besonderen Anlässen auch die aktiven Mitglieder im Gesang wieder zu führen. Zum letzten Mal dirigierte er den Chor am Sonntag, dem 19. März 1922, bei der Glockenweihe in Lambsheim, als er das von ihm ausgesuchte Lied "Danket dem Herrn" mit seinen Sängern zum Vortrag brachte.

Es war auch sein Dank an den Herrn für sein langes Leben, das er nun gleich Simeon als erfüllt ansah. Als nimmermüder Förderer des Vereins starb er als sein Ehrenpräsident am 25. Dezember 1922.

Seine Person erinnert uns auch noch einmal an das Schicksal des ersten Dirigenten unseres Gesangvereins, an Herrn Lehrer Koch.

Für seine 35 jährige Dienstzeit als Lehrer in Lambsheim wurde Herr Koch bei seiner Pensionierung 1866 auch von unserem verewigten Peter Mißkam geehrt, wobei die Sänger, Koch's ehemalige Schüler, mit Liedvorträgen sich beteiligten.

Aber nur 3 Jahre durfte Herr Koch ausruhen, bis auch er 1869 das Zeitliche segnete.

In der langen Zeit seines Bestehens hat unser Chor immer seine verstorbenen Mitglieder durch Trauergesänge und Nachrufe geehrt. Das ist auch heute noch so.

In seinen jungen Jahren hatte unser Verein auch in dem bekannten Lambsheimer Bürgermeister Dr. Ludwig Groß (1870-1894) einen edlen Freund und Gönner. Unsere Sängerschar ehrte deshalb seine ganze Familie und beteiligte sich bei ihrem Heimgang stets durch Trauergesang.

Als Herr Peter Mißkam im Januar 1879 die gesangliche Leitung des Vereins niederlegte, hatte er folgende Nachfolger: Lehrer A. See vom 8. Februar bis 14. Juni 1879, dann vom 2. Dezember 1881 bis 1889 Lehrer Heinrich Guth, unter dessen Dirigentenschaft dem "Gesangverein Lambsheim" (so weit feststellbar zwischen 1883 und 1887) der Name "Männerchor Lambsheim" gegeben wurde.

Vom 7. Februar 1890 bis Juni 1893 dirigierte Lehrer Jakob Kühlayer aus Weisenheim am Sand. Nach ihm folgten wieder die Lambsheimer Lehrer August Tremmel vom November 1893 bis März 1896, Lehrer Nebel vom 1. Mai 1896 bis 29. Dezember 1897, dann wieder August Tremmel vom 1. Januar 1898 bis Juni 1898.

Vom Spätherbst 1898 bis zum 30. Juni 1910 dirigierte die Sänger der hier noch oft genannte Lehrer Wilhelm Eisenbarth. Er verstand es in besonderem Maße, unsere Sänger mit gut gewählten Liedern, die perfekt eingeübt waren und im Vortrag bei Festlichkeiten als bedeutende Leistungen anerkannt wurden, für den Chor zu begeistern.

Ebenso verstand er es in Gemeinschaft mit dem damaligen 2. Vorstand, Herrn Georg Hubing, den Männerchor mit Theateraufführungen auf Vereinsabenden einer Blüte entgegenzuführen, worüber wir heute noch stolz sein können.

In dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste wurde deshalb Herr Lehrer Wilhelm Eisenbarth zum Ehrendirigenten des Männerchores ernannt. Als er dann die Leitung des katholischen Kirchenchores übernahm, wurde am 14. November 1910 der Musiker Herr Philipp Armbrust Dirigent.

Diese Stelle behielt er bis März 1912. Sein Nachfolger war der Rektor i.R. Richard Allbach, der aber schon 7 Monate später, im Oktober 1912, das Dirigentenamt wieder abgab.

Lehrer Wilhelm Eisenbarth übernahm bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges (1914/18) erneut die Chorleitung im Männerchor.

Wieder ruhte das Vereinsleben 6 Jahre. Erst im Januar 1920 hatten unsere Sänger in dem Lehrer Otto Larenz einen neuen tüchtigen Dirigenten gefunden. Weil er jedoch im Februar 1921 freiwillig aus dem Leben schied, übernahm dann ein Jahr lang Herr Lehrer Appel das Dirigentenamt im "Männerchor Lambsheim".

Danach, ab 1923, führte wieder Herr Philipp Armbrust die Sänger bis zum 26. August 1933, dem Tage der Zwangsauflösung des Vereins im Dritten Reich.

Auch Herr Armbrust hatte viele Jahre dem Verein treu gedient und dabei sich um den Gesang verdient gemacht, weshalb er auch schon im Mai 1923 Ehrenmitglied im Männerchor wurde.

Besondere Verdienste um den Verein erwarb sich einst Herr Georg Hubing. Zeitlebens hat er weder Zeit noch Mühe und Geldopfer gescheut, um dem Männerchor zu einer weithin beachtenswerten RangsteIlung zu verhelfen.

Im Juli 1887 trat er dem Verein bei. Am 19. Januar 1895 wurde er einstimmig zum 2. Vorstand gewählt, welches Amt er bis zum 10. Mai 1910 behielt. In dankbarer Anerkennung aller seiner Verdienste wurde er 1923 auch zum Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt. Aus seiner Feder ist uns auch noch der Festbericht zum 50-jährigen Stiftungsfest des Männerchors am 10. und 11. Mai 1896 überliefert.

In ähnlich festlichem Rahmen feierte der Männerchor auch noch weitere Geburtstage, als er 60 und 75 Jahre alt wurde. Sein letztes Stiftungsfest, als man bei uns auf 85 Jahre Gesangs- und Musikpflege zurückblicken konnte, beging der Männerchor am 10. Mai 1931. Leider waren bei diesem Fest auch die Schatten der damaligen wirtschaftlichen Not in Deutschland dabei; deshalb fand die Feier auch nur in einem sehr bescheidenen Rahmen statt.

Im Saal "Zur Krone" begann nachmittags um 3 Uhr ein Konzert, bei dem neben unserem "Männerchor" auch der "Gesangverein Liederkranz Lambsheim", die "Sänger-Einheit Mannheim" und der "Gesangverein Ellerstadt" mitwirkten. Im Verlauf des Konzertes brillierte besonders der damalige Herr Hauptlehrer Otto Schneeganß am Klavier und auch als Dirigent. Aber auch alle anderen Mitwirkenden gaben ihr Bestes. Davon sprach man in den nachfolgenden dunklen Jahren noch sehr oft, wenn alte Sängerfreunde wieder heimlich zusammenkamen.

Der letzte 1. Vorstand des Männerchors war Herr Ludwig Bub. Dieses Amt nahm er 1928 an, als sein Vorgänger, Herr Heinrich Schumann, zurücktrat, der als Nachfolger von Peter Mißkam seit dem Jahre 1912 den Verein führte.

Letzter 2. Vorstand vom Männerchor war seit 1928 Herr Gustav Stephan. Vorher bekleidete dieses Amt seit 1923 Herr Ludwig Bub. Er hatte wiederum das Amt des 2. Vorstandes von Herrn Jakob Werling übernommen, der 1910 zweiter Vorstand als Nachfolger des schon öfters genannten Herrn Hubing wurde.

Geringfügiger Ursachen wegen, so wird es überliefert, traten im Frühjahr 1890 mit Herrn Heinrich Guth noch drei Ausschußmitglieder (Heinrich Weißbecker, Georg Weißbecker und Georg Mitternacht) aus dem Männerchor aus.

Mit anderen Gleichgesinnten gründeten sie am 12. Mai 1890 den neuen "Gesangverein Liederkranz Lambsheim ".

Der dabei gewählte Ausschuss setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorstand    Heinrich Weißbecker
2. Vorstand    Herr Fettig (Einnehmer)
Dirigent          Heinrich Guth
Sekretär         Peter Stahl
Kassier          Georg Mitternacht

Ausschussmitglieder
Ludwig Bücklein
Ludwig Dechert
Georg Mayer
Georg Weißbecker

Vereinsdiener
Franz Haas

Insgesamt war der Liederkranz bei seiner Gründung 40 Mitglieder stark.

Alte Mitglieder waren auch die heute hier noch oft genannten Lambsheimer Lehrer Ernst Avenius und Wilhelm Betz, die wegen ihrer großen Verdienste um den Liederkranz, namentlich bei theatralischen Abendunterhaltungen sowie bei anderen Festlichkeiten, später mit vielen anderen Mitgliedern Ehrendiplome erhielten.

Geehrt für ihre Unterstützung des Liederkranzes wurden am 30 jährigen Stiftungsfest (am 25. April 1920) aus der Lehrerschaft, die früher alle Gesangvereine hauptsächlich mit tragen half, neben vielen Mitgliedern auch:

Fräulein Maria Winter, Wilhelm Eisenbarth, Wilhelm Betz und aus Maxdorf die Lehrer: Robert Gard und Emil Striebinger.

In diesem Zusammenhang müssen wir noch einmal in die Tage vor dem 1. Weltkrieg zurückgehen.

Noch zu erwähnen ist der Lehrer Barbey, der mit Erfolg immer bemüht war, für den Liederkranz durch Heranziehung auswärtiger Künstler und durch die Mitwirkung hiesiger und auswärtiger Musikfreunde seinen Mitgliedern und Gästen besondere Kunstgenüsse zu bieten.

So war beispielsweise das 20 jährige Stiftungsfest (am 10. April 1910) des Liederkranz ein voller Erfolg. Frau Vogel, Opernsängerin aus Mannheim, brillierte mit ihrer fein durchgebildeten Stimme in mehreren Liedvorträgen, die alle von Lehrer Striebinger aus Maxdorf auf dem Klavier begleitet wurden.

Der Violinist, Lehrer Louis aus Friedelsheim, spielte frei aus dem Gedächtnis das Violin-Konzert Nr. 23, 3. Satz von Viotti, dann Cavitine von Raff und das Konzert  Nr. 7, 1. Satz von Beriot. Dazu begleitete am Klavier Fräulein Schwalbach aus Mußbach.

Die Herren Avenius und Barbey spielten den ersten und zweiten Satz des Septettes von Beethoven und die "Sinfonie italiano" von Mendelsohn vierhändig am Klavier.

Auch der Chor unter Leitung von Herrn Oberlehrer Wilhelm Betz überzeugte durch sein Können so sehr, dass damals die Tagespresse ihn zu den besten in der Pfalz zählte.

Eine Heimstätte der Gesangs- und Musikkunst vor dem 1. Weltkrieg war auch schon das hiesige "Lehrerkränzchen", dem alle Lambsheimer und Maxdorfer Lehrer angehörten.

Auch sie stellten sich gern, wenn es gewünscht wurde, in den Dienst der hiesigen Gesangvereine, so auch auf dem Winterkonzert des Liederkranz am 22. Dezember 1912.

Durch die Herren Avenius und Allbach von hier und Gard, Striebinger und Fritz aus Maxdorf kam damals ein Trio für Cello, Violine und Klavier von Mendelssohn und das "Largo" von Händel unter Begleitung von Cello, Violine, Viola und Harmonium in mustergültiger Weise zum Vortrag.

Die Begleitung der Lieder der Sängerin Rosel Gerber aus Mannheim lag in den Händen des Herrn Striebinger.

Das Lehrerkränzchen war auch im vorherigen Jahrhundert entstanden. Es wurde lange Jahre von Herrn Oberlehrer Wilhelm Betz geführt. Außer den schon genannten Herren gehörten ihm auch, soweit wir es namentlich noch feststellen können, die Lehrer an:
Otto Schneeganß, Heinrich Rembe, Wilhelm Eisenbarth, Heinrich Guth, Valentin Heinrich, Fräulein Maria Winter, Eppstein; Schmidtbauer, Barbey und Oberlehrer Christoph Schick.

Auch nach dem 1.Weltkrieg sorgte das Lehrerkränzchen für ein neues Blühen des musikalischen Lebens bei uns. Der Fülle seines Auftretens und Mitwirkens bei ernsten und heiteren Veranstaltungen gebührt ein immer ehrendes Andenken.

Im Dritten Reich blieb das Lehrerkränzchen selbstständig. Alle neu nach Lambsheim und Maxdorf versetzten Lehrer wurden auch seine Mitglieder. Erst als im Frühjahr 1943 die meisten Lehrer im Kriegseinsatz waren, löste sich das Lehrerkränzchen für immer auf.

Höhepunkte geselliger, patriotischer Liederabende für den Liederkranz vor dem ersten Weltkrieg waren jährlich am 12. März die Feiern zum Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser.

Alle Protokolle darüber verzeichnen mit dieser Wortfolge den Respekt vor dem Landesvater. Im Geiste der Zeit durfte auch der Vorstand des Liederkranzes stets das Allerhöchste Dankschreiben entgegennehmen, das beispielsweise 1891 adressiert war:

An den Vorstand der Gesellschaft "Liederkranz" Herrn Weißbecker, Wohlgeboren in Lambsheim/Rheinbayern

Herr Heinrich Weißbecker führte den Liederkranz als 1. Vorstand seit seiner Gründung am 12. Mai 1890, bis er aus Altersgründen am 23. August 1905 freiwillig zurücktrat. In Anerkennung seiner Verdienste ernannte ihn sein Verein am 21. Januar 1906 einstimmig zum Ehrenvorstand.

Am 2. Januar 1912 übernahm er wieder das Amt des 1. Vorsitzenden im Liederkranz, weil der am 26. Dezember 1911 zum 1. Vorstand gewählte Herr Jean Blaul sein Amt zurückgab.

Bis zum 28 . Januar 1920 blieb dann Herr Heinrich Weißbecker noch einmal 1. Vorsitzender. Zwei Jahre später, am 16. Dezember 1922 nachmittags genau um 4 Uhr, verabschiedete er sich im Alter von 70 Jahren für immer von seinem Liederkranz.

In seinem Lebensabend durfte Herr Heinrich Weißbecker auch noch das 30-jährige Stiftungsfest des Liederkranzes am 25. April 1920 miterleben, bei dem auch wieder Friede zwischen "Männerchor" und "Liederkranz" geschlossen wurde; denn zum ersten Male beteiligte sich dabei auch der hiesige Männerchor an einer Festlichkeit des Liederkranzes.

Die Eintracht unter allen Vereinen, die Gesangs-und Musikpflege betrieben, wuchs jetzt stetig, so dass es nun in unserem Ort zu einem echten Blühen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in den zwanziger Jahren kam.

Es war eben die Zeit, in der es noch keine "Heimkinos" gab, und auch das Radio in einem Haus noch sehr selten war. Glanzpunkte der sehr zahlreichen Konzerte und Liederabende waren dabei immer der Gleichklang unter dem "Liederkranz", dem "Lehrerkränzchen", dem "Männerchor", der Liedesfreiheit" und dem auch 1919 gegründeten "Musikverein".

Ebenso unterstützten bei sich bietenden Gelegenheiten diese Vereine auch die beiden christlichen Kirchenchöre, und oft waren auch von auswärts Sänger- und Musikfreunde in unserem Ort.

Höhepunkte der künstlerisch-musikalischen Veranstaltungen waren Darbietungen aus Tonschöpfungen von Chopin, Händel, Bach, Mendelssohn, Mozart und Schubert, wobei die freundliche Mitwirkung von Herrn Wilhelm Eisenbarth (Klavier), Herrn Richard Allbach (Cello), Herrn Karl Engelmann (Violine) und Herrn Wilhelm Betz (Dirigent), um aus der Fülle der Idealisten noch einmal nur einige zu nennen, immer besonders geschätzt wurde.

Aber auch ein "Bunter Abend" stand immer auf dem Programm der Vereine. So erfreute beispielsweise der Liederkranz mit Hilfe des Musikvereins, an Ostern 1926 seine Gäste mit Marschmusik, Volksliedern und Dialektvorträgen. In edlem Sangeswettstreit stand, wie schon angeführt, bei uns auch der Arbeitergesangverein "Liedesfreiheit", der auf Initiative von Johannes Freising im Jahre 1904 gegründet wurde. Sein Ziel war, mit dem Entstehen der gewerkschaftlichen Arbeiterorganisation auch der Arbeiterschaft das Gebiet der Kunst des Gesangs und der Musik zu erschließen.

So diente auch bei uns in Lambsheim der "Arbeiter-Gesangverein Liedesfreiheit" der Kunstpflege und Volksbildung.

Aus weltanschaulichen Gründen war ihm jedoch die Teilnahme an Preis- und Wettgesängen nicht gestattet; dennoch hatten auch die Arbeitersänger mit allen hiesigen Vereinen für Gesang und Musik ein gutes Einvernehmen.

So feierte zum Beispiel der "Liederkranz Lambsheim" am 13. und 14. Juni 1925 sein 35-jähriges Stiftungsfest auf dem Turnplatz der Arbeiterturner an der Weisenheimer Straße, verbunden mit Gesangsvorträgen aller hiesigen und zahlreicher auswärtiger Vereine.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass der ehemalige Dirigent des Männerchors, Philipp Armbrust, den "Lieder-Abend" des Arbeitergesangvereins am 7. Dezember 1930 leitete.

Weil das Leben in der menschlichen Gemeinschaft schon immer ohne Musik undenkbar war, und weil viele Samenkörner edler Tugenden in den Herzen sind, die von Musik bewegt werden, ergriffen 1919 Ludwig Lebkücher, Philipp Schneider und Ludwig Vogt die Initiative zur Gründung des "Musikverein 1919 Lambsheim", in dem Schneider der erste Vorstand wurde.

Von Anbeginn an wurde auch das Laienspiel gepflegt. Den Reigen der festlichen Spiele eröffnete der junge Verein nach seiner Gründung mit der Operette: "Die Winzerliesel".

Viele Spiele folgten, und jedesmal zeigte das Können der Laienspielgruppe des Musikvereins immer deutlicher, was Herz, Verstand und Wunsch der Spieler sagen wollten, nämlich, dass Musik und Spiel das beste Labsal sind, einen betrübten Menschen das Herz wieder zu erquicken, zu erfrischen und friedvoll zu machen.

So hatte das Laienspiel von Anfang an eine besondere Bedeutung im Musikverein für die Gestaltung von Festen und Feiern.

Ein Doppelquartett gesellte sich noch dazu, das Karl Engelmann sen. als erster Dirigent führte, und Karl Arnold half mit für die Anerkennung des Vereins zu sorgen.

Der langjährige Vorstand des Orchesters war bis zuletzt Gustav Vogt. Immer und überall verstand er es, seinem Orchester Ruhm und Lob zu verschaffen, sowohl bei der Veranstaltung von Theaterabenden als auch als Dirigent des Doppelquartetts.

Mit seiner geliebten Violine aber stieg er auf zum Virtuos. Dann durfte man von ihm auch sagen: Er führt euch mit Genuss und Gunst durch alle Wunder seiner Kunst. Auch nach dem Zusammenschluss von "Volkschor" und "Musikverein" diente er noch bis zu seinem Tode in Blasorchester und Vorstand.

1969 konnte der "Musikverein" auf 50 Jahre musikerfülltes Leben zurückblicken.

Noch vor diesem ehrenvollen Geburtstag war der Wunsch schon laut, sich mit dem Bruderverein Volkschor zusammenzuschließen, um einer guten Sache zu dienen, was schließlich auch geschah.

Im Jahre 1933, im Dritten Reich, wurde zuerst auch bei uns der Arbeitergesangverein verboten. Männerchor und Liederkranz mussten auf Befehl von oben am 26. August 1933 sich zur "Sängervereinigung 1933 Lambsheim/Pfalz" zusammenschließen.

Erster Vorstand und Führer der neu gegründeten Sängervereinigung wurde Herr Ludwig Bub, der bis zuletzt den Männerchor geleitet hatte.

Herr Georg Hubing wurde 1. Ehrenpräsident.

Der Musikverein durfte selbstständig bleiben, jedoch wurde seine Gesangsabteilung am 28. Januar 1934 durch das Bezirksamt Frankenthal aufgelöst. Die Sängervereinigung wurde dem "Sängerbund Westmark" unterstellt und mit zum Träger des neuen Staatsgedankens verpflichtet.

Im Sommer 1934 nahmen ihre Mitglieder an einem Wertungssingen im Leininger Land teil. Dirigent der Sängervereinigung war der damalige Herr Hauptlehrer Otto Schneeganß.

Hier reißt nun die Überlieferung ab.

Aus der Erinnerung aber wissen wir, dass der frohe Gesang bald verstummte und bis nach dem 2. Weltkrieg ruhte.

Erst im Jahre 1947 fanden sich viele Mitglieder aus den drei ehemaligen Gesangvereinen ("Männerchor", "Liederkranz", "Liedesfreiheit") wieder zusammen, um der Sangeskunst erneut Gehör zu verschaffen.

Sie gründeten den "Männergesangverein Volkschor Lambsheim", der als Traditionsverein das Werk aller früheren Gesangvereine in Lambsheim fortsetzte und fügten ihm später auch die Jahreszahl 1846 als Geburtsjahr der Sängertätigkeit in Lambsheim hinzu.

Herrn Gustav Stephan wählten die Sänger zu ihrem ersten Vorsitzenden. Ihm zur Seite standen Herr Friedrich Schlemmer als 2. Vorstand, Herr Gustav Elsäßer als Schriftführer und Herr Hauptlehrer Hermann Eberle übernahm das Dirigentenamt.

Sie alle waren um ihr Amt nicht zu beneiden; denn damals mussten noch alle Versammlungen und jedes Sängertreffen von der französischen Militärregierung in Frankenthal genehmigt werden, was oft einen zeitraubenden und schwierigen "Papierkrieg" notwendig machte.

Aber auch hier heilte die Zeit die Wunden. Zum 105-jährigen Stiftungsfest des Gesangvereins Volkschor am 2. und 3. Juni 1951 sandte auch der "Délèguè du Commissaire du Land Rhènanie/Palatinat dans le Cercle de FrankenthaI" (Der Beauftragte des Kommissars vom Land Rheinland/Pfalz im Kreis Frankenthal) seine besten Glückwünsche, verbunden mit dem Geschenk von einem edlen "kondensierten Tropfen" aus seiner Heimat für die Festtafel.

Unter den vielen treuen Sängern, die geehrt wurden, war Herr Nikolaus Fischer (geb. am 4. September 1869) der Älteste. Er konnte bei dem Fest auf eine 50-jährige Sangestätigkeit zurückblicken.

Ehrenurkunden mit Nadeln für 40 Sängerjahre erhielten damals Georg Balhs, August Dörr, Fritz Gerhard, Jakob Scherdel und Georg Tippenreiter.

Mit ihnen konnten auf diesem ersten Nachkriegssängerfest noch für langjährige Vereinstreue geehrt werden: Baumann Otto, Dilg Franz, Haas Jakob, Haas Otto, Kirstein Heinrich, Klingel Hermann, Kopp Alfred, Mohr Richard, Petry Konrad, Scherdel Adolf, Schlemmer Friedrich, Schimbeno Ludwig, Stähler Wilhelm, Stephan Alfred, Stephan Gustav, Steuer Otto, Vogt Ludwig und Weiß Fritz.

    1. Kreisdeligierter der Besatzungsmacht
    2. Landrat Roth
    3. Bürgermeister Wingerter
    4. Dr. Ellenberger 
    5. Herr Kiebortz
    6. Herr Kraft, Maxdorf
    7. Herr Stephan Gustav, 1. Vorstand
    8. Bürgermeister Petry
    9. Herr Nikolaus Fischer
    10. Herr Kurz, Kreisführer (Sängerkreis Frankenthal)

Der Festplatz war der noch im Aufbau nahe am Bahnhof gelegene Marktplatz der Obst und Gemüsegenossenschaft.

Dieses erste Sängerfest nach dem Krieg fand in der ganzen Bevölkerung ein freundliches und gutes Echo; deshalb löste auch damals der Beschluss, das 110-jährige Stiftungsfest wieder feierlich zu begehen, allgemeine Freude in ganz Lambsheim aus.

In großem Rahmen fand es statt am 14.,15. und 16. Juli 1956. Als Festplatz hatte man den Sportplatz des TB Jahn gewählt.

Dort stand damals auch ein 1200 Personen fassendes Zelt mit Lichtanlage, in dem das Fest über die Bühne ging.

Sangesbruder Hans Müller hatte für die gelungene Organisation des Festes gesorgt, und die Herren Ludwig Schimbeno und Willi Menger hatten sich beim Aufbau und der Ausgestaltung des Festzeltes besondere Mühe gegeben.

Ebenso hatte sich für alle anfallende Arbeit vor, während und nach dem Fest Herr Michael Munz zur Verfügung gestellt. Sangesbruder Otmar Helf und Beisitzer Egon Diehl konnten zur Freude des Hauptkassiers August Dörr die Festkasse sogar mit einem kleinen Überschuss abrechnen. Er war der Grundstock für die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne, die bei der Speyerer Fahnenfabrik bestellt wurde.

Anlässlich eines Frühjahrskonzertes am 4. Mai 1957 im Saal des Turnvereins 1864/04 fand die Fahnenweihe statt. Um diese Fahne scharen sich auch jetzt noch unsere Gesang und Musikfreunde.

Beteiligt an der Fahnenweihe waren neben unseren Sängern auch die Gesangvereine "Concordia Studernheim" und "Germania Oggersheim".

Doch kehren wir noch einmal zu dem bedeutungsvollen 110-jährigen Stiftungsfest im Jahre 1956 zurück.

Nach den Vorschlägen von Sangesbruder Otto Haas bewegte sich zum Auftakt des Festes auch ein Festzug durch unser Dorf. Angeführt wurde er von einer Reitergruppe, dann folgten Autos, die die Ehrengäste und Ehrenmitglieder fuhren. Hinterher folgten die Stadtkapelle Frankenthal und die Ehrendamen. Danach kamen eine ganze Reihe von Festwagen und alle eingeladenen auswärtigen Vereine, von ihnen zuletzt der Spielmannszug Freinsheim.

Drei Tage lang konnten sich dann unsere Sänger mit vielen auswärtigen Vereinen im edlen Sangeswettstreit messen. Für das gute Abschneiden unserer Sänger dabei gebührt noch heute Dank und Anerkennung unserem ehrenwerten Chorleiter Ludwig Vogt, aber auch dem damaligen 1. Vorstand Gustav Stephan, der mit die Hauptlast der Festorganisation tragen musste.

Das am 4. Mai 1957 stattgefunden Frühjahrskonzert mit Fahnenweihe in der Turnhalle 1864/04 brachte auch unserem ins Leben gerufenen Knabenchor einen großen Erfolg.

Der Knabenchor wurde im Jahre 1965 in einen Kinderchor umgewandelt, der damals etwa 30 Mitglieder zählte. Es war daraus ein Jugendchor geworden, der neben dem Männerchor bestand.

Das 115-jährige Stiftungsfest feierten die Sänger- und Musikfreunde am 6. Und 7. Mai 1961 in der neu erstellten großen Halle der Marktgenossenschaft. Dazu hatte der Volkschor wieder zahlreiche auswärtige Gesangvereine eingeladen, um mit Ihnen das deutsche Lied zu feiern.

Wenige Jahre zuvor, im Jahre 1958, hatte der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuß dem Volkschor die Zelterplakette für über 100 Jahre treue Dienste am deutschen Lied überreicht.

In einem großen Festzelt auf dem Bahnhofsplatz feierte der Volkschor vom 17. bis 19. Juni 1966 sein 120-jähriges Stiftungsfest wieder unter Mitwirkung vieler auswärtiger Brudervereine sowie der beiden hiesigen Kirchenchöre.

Dabei gab auch das Knabenorchester Nördlingen (Bayern) dem Fest einen nachhaltigen Eindruck, so dass man in Lambsheim noch lange von den Nördlinger Knaben sprach, nachdem sie auch die 1200-Jahr Feier unserer Gemeinde im Jahre 1968 mitgestalten halfen.

Besonders verdient um das schöne 120-jährige Geburtstagsfest unseres Gesangvereins hatte sich der damalige 1. Vorstand Herr Ermin Dörr gemacht. Mühe und Arbeit teilte mit ihm auch der gesamte Ausschuss.

Chorleiter Herr Ludwig Vogt, der schon 1955 die Sängerführung übernahm, und Herr Emil Hügenell als Schriftführer waren dabei mit am stärksten belastet. Schirmherr des letzten Stiftungsfestes war Herr Bürgermeister Walter Hofstetter, dem als Ehrenpräsidium folgende Herren zugeteilt waren:

    1. Landrat Rudolf Hammer
    2. Altbürgermeister Valentin Wingerter
    3. I. Beigeordneter Willi Eichmann
    4. II. Beigeordneter Ludwig Görtz
    5. Präsident des Pfälzer Sängerbundes Albert Hofmann
    6. Kreischorleiter Wilhelm Dieden
    7. Ehrenvorstand Gustav Stephan
    8. Pfarrer Kurt Schwarz (kath.)
    9. Pfarrer Ludwig Haller (ev.)
    10. Rektor Kurt Kinkel
    11. Konrektor Helmut Haubrock

In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal das Festpräsidium beim 105-jährigen Vereinsjubiläum genannt:
Emil Hügenell wurde 1969 zum Vereinsvorsitzenden gewählt.

Seit Frühjahr 1969 (Samstag, dem 22. Februar) diente uns das Nebengebäude der Schlossschule (heute Jugendzentrum) als neues Sängerheim. Nachdem es unter Aufwand beträchtlicher Mittel von Herrn Manfred Schäfer und seinem Team renoviert wurde, fand am 18. April 1969 im Rahmen eines Kameradschaftsabends des Männergesangvereins Volkschor die feierliche Einweihung des Sängerheims statt.

Als Ehrengäste konnten wir dabei begrüßen: Bürgermeister Hofstetter, die Vertreter der Parteien und alle hiesigen Vereinsvorstände. Für den musikalisch unterhaltenden Teil des Abends sorgten wieder mit viel Geschick und Können Heinz Marx und Helmut Biele. Eingestreut darin fanden auch die Liedvorträge des Chors volle Anerkennung.

Zur bleibenden Erinnerung schrieb unser Sangesbruder Richard Mohr ein Mundartgedicht zur Einweihung unseres neuen Sängerheims.

Auf Initiative des Vereinsvorsitzenden Emil Hügenell wurde in der GMV Vorstandssitzung vom 15. Juli 1970 beschlossen, eine Blaskapelle bzw. einen Musikzug aufzubauen. Nach dem Zusammenschluss von Männerchor Volkschor und Musikverein 1919 Lambsheim, am 17. Juni 1970, dem damaligen "Tag der Deutschen Einheit" , wurde in der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" und dem Lambsheimer Amtsblatt zu einer Interessenversammlung, am Sonntag, den 23. August 1970, um 11 Uhr ins Vereinsheim "Schlossschule" eingeladen. Aufgrund des großen Interesses konnte auch ein Fanfarenzug und Spielmannszug ins Leben gerufen werden. Gustav Vogt, der bereits im Musikverein ein kleines Orchester leitete, kümmerte sich am Anfang um das Blasorchester und die Ausbildung. Kurt Seidel, Berufstrompeter aus Lambsheim, übernahm die Leitung des Orchesters. So entstand das GMV Blasorchester.

Im Jahre 1971, feierte unser Traditionsverein, der das Vermächtnis aller früheren Lambsheimer Gesangs- und Musikfreunde hüten will, sein 125-jähriges Stiftungsfest.

Sein neuer Name "Gesang- und Musikverein Volkschor 1846 Lambsheim" beinhaltet, dass er eine Gesangs- und Musikabteilung hat. Den damaligen Männer- und Jugendchor führte unser verdienter Chorleiter Herr Ludwig Vogt.

Die Musikabteilung hatte einen Spielmannszug, einen Fanfarenzug, eine Blaskapelle und ein Orchester. Übungsleiter der Musikabteilung waren: Dr. Kurt Heinrich Haas, Robert Scherdel, Herbert Kopp, Kurt Seidel, Jupp Kandziora und Gustav Vogt.

Vereinsvorsitzender war Emil Hügenell, dem der Vorsitzende der Gesangsabteilung Herr Manfred Schäfer und der Vorsitzende der Musikabteilung Herr Olto Kopp zur Seite standen. Am Samstag, den 24. April 1971 wurden die Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag mit einem Festkonzert in der Halle des TV 1864/04 Lambsheim eröffnet.

Mit einem internationalen Heimatabend im großen Festzeit auf dem Bahnhofsplatz, am Freitag, den 25. Juni 1971 gingen die Festlichkeiten weiter.

Am nächsten Tag, Samstag, den 26. Juni 71 folgte ein unterhaltsamer Seniorennachmittag und am Abend ein Freundschaftssingen bei dem folgende Gesangvereine beteiligt waren:
"Concordia" Eppstein, Ellerstadt, "Bund Freundschaft" Flomersheim, "Vorwärts" Heßheim, Mörsch, 1869 Eppstein, "Concordia-Frohsinn" Studernheim, "Liedertafel" Weisenheim am Sand, Erpolzheim, Freinsheim, "Harmonie" Maxdorf, Ruchheim, Carlsberg, "Volkschor" Birkenheide und Volkschor Lambsheim.

Der Sonntag war der Musik reserviert. Einem Weckruf um 6 Uhr in der Früh folgten die Festgottesdienste. Um 10 Uhr gab es ein Frühschoppenkonzert. Nach dem Mittagessen um 13 Uhr 30 begann der Sternmarsch durch Lambsheims Straßen.

Beteiligt waren die Vereine: Spielmannszug Bockenheim, Spielmannszug Birkenheide und der Fanfarenzug unseres Vereins. Anschließend gab es im Festzelt ein Freundschaftsspiel und Freundschaftssingen mit den Gesangvereinen: "Frohsinn" Wattenheim, Gerolsheim, "Fidelia" Maxdorf, Altleiningen , "Concordia" Laumersheim , Asselheim und dem Volkschor Lambsheim .

Die "Peter Steffen Show" am Sonntag Abend beschloss die Jubiläumsfeier. 1971, zum 125-jährigen Vereinsgeburtstag erhielt der GMV Volkschor von der Landesregierung das Wappenschild Rheinland-Pfalz.

Auf Initiative unseres Vereins wurde am Kerwe-Samstag 1971 erstmals ein Kerweumzug mit Aufstellung von Kerwebäumen durchgeführt. Dieser Umzug fand großen Anklang und ist heute innerhalb der Gemeinde zu einer ständigen Veranstaltung geworden, an der fast alle Ortsvereine teilnehmen.

Gesangs- und Musikabteilung mit zahlreichen Begleitpersonen fuhren am 19. September 1971 mit rund 400 Personen zu einem Treffen bei unseren französischen Freunden nach Freyming. Der Besuch war ein Beitrag zur Völkerverständigung und der Freundschaft, der sowohl in der französischen Presse als auch in der "Rheinpfalz" groß heraus gestellt wurde.

Das im Jahr 1971 begonnene Standkonzert am 1. Mai, wurde auch 1972 fortgesetzt. Ein Konzert am 6. Mai 1972, das vom Kinder- und Männerchor sowie der Blaskapelle gestaltet wurde, fand starken Beifall.

Im Sommer 1972 wurde ein vereinseigenes Zelt in Eigenhilfe gebaut, das beim Sommernachtsfest im Hof der Schlossschule seine Bewährung bestand.

Mit 300 Teilnehmern gaben die Gesangs- und Musikabteilung am 27. August 1972 im Mainzer Stadtpark ein Konzert, das leider unter dem Mangel einer Lautsprecheranlage litt, trotzdem aber unter den Zuhörern mit großem Beifall aufgenommen wurde.

Die Kerwe wurde wieder mit Kerweumzug, Standkonzert und Kerwezelt gefeiert.

Nach langen Vorbereitungen der Verantwortlichen im Verein fanden vom 18. Bis 21. Mai 1973 die ersten "Internationalen Lambsheimer Musiktage" statt.

Lambsheim stand im Zeichen der Musik. Gäste aus der Schweiz und Frankreich trafen sich mit 25 Spielmanns- und Fanfarenzügen aus Deutschland, um im Zeichen der Freundschaft gemeinsam zu musizieren. Auch der Botschafter aus Kenia, Mr. A. Mulli, war Gast beim Verein und fand großen Gefallen an den Musiktagen, die mit einem Riesenfeuerwerk zum Abschluss ihre Krönung fanden.

Auch 1993 fand am 1. Mai das Standkonzert, Sommernachtfest und Kerweumzug statt.

1974 spielte der Spielmannszug Theater und trat unter dem Motto, "Jugend musiziert für jung und alt" zum erstenmal an die Öffentlichkeit.

Im August 74 war die Blaskapelle Mochenwangen zu Gast in Lambsheim, und neue Freundschaftsbande wurden geknüpft.

Ende September weilte die Blaskapelle Behlingen-Ried in Lambsheim und bildete den Ursprung zu einer Freundschaft zwischen Schwaben und Pfälzern.

Das Jahr 1975 brachte zunächst eine durchgreifende Änderung im Vereinsleben. Unser Heim, ein Raum in einem Nebengebäude der Schlossschule, der uns im Jahre 1968 von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, brannte am 14. März aus und zahlreiches Inventar wurde vernichtet. TV-Vorstandsmitglied Edgar Golfier bot Unterkunft beim TV 1864/04 an, das unser Verein dankend annahm.

Am 15. März 1975 nahm Ludwig Vogt, nach 20-jähriger Tätigkeit im Chor, Abschied als Chorleiter. Anlässlich eines Frühjahrskonzertes ehrte ihn der Verein für seine langjährige Tätigkeit im Verein.

Wiederum neu im Verein fand am 16. März 1975 der Stabausumzug mit Winterverbrennung statt, der besonders unter der Jugend viel Anklang und Beteiligung fand. Auch heute noch, nach über 20 Jahren erfreut sich dieser Umzug großer Beliebtheit, wenn auch nicht mehr die Hauptstraßen benutzt werden können.

Nach langen Monaten der Vorbereitung wurden vom 1. bis 5. Mai 1975 die zweiten "Internationalen Lambsheimer Musiktage" wieder erfolgreich durchgeführt.

An jede Altersgruppe innerhalb und außerhalb der Gemeinde wurde bei der Programmgestaltung gedacht. Ein Märchenspiel und Ballonwettflug für die Kinder, eine Tanzkapelle und Beatgruppe für die Jugend, Maibaum-Aufstellung, eine Majoretten-Show, Gesangsgruppen und zahlreiche Musikzüge für die Erwachsenen. Sternmärsche, Freundschafts- und Wertungsspiel wechselten sich im Programm ab, das durch ein Riesenfeuerwerk zum Abschluss gekrönt wurde. Die Lambsheimer Musiktage fanden wieder Anerkennung in der Bevölkerung.

1975 fand trotz schlechten Wetters, im "Lambsheimer Hinterwald" am Wattenheimer Häuschen, Ende Juli zum erstenmal ein Waldfest des Vereins statt, bei dem die Besucher durch Bus-Pendelverkehr zum Ziel gebracht wurden. Sommernachtsfest, Kerwe, ein Treffen mit den Mochenwanger Sängern in Lambsheim und die Vereinsweihnachtsfeier rundeten die Veranstaltungen im Jahre 1975 ab.

Am 20. März 1976 fand das Konzert der Isenachgruppe beim GMV statt. Es folgte der 2. Stabausumzug mit Winterverbrennung. Das Festkonzert, am Freitag, den 16. Juli 1976, in der Halle des TV1864/04, bildete den Auftakt der Feierlichkeiten zum 130-jährigen Vereinsjubiläum.

Unser Männerchor unter Leitung von Knut Mangold, der Kinderchor, geleitet von Marianne Wagenblatt sowie die Volkschor Bläsergruppe unter Leitung von Werner Petry erhielten Unterstützung von den beiden Lambsheimer Kirchenchören, den Harmonika-Freunden aus Grünstadt und dem Gesangverein Frohsinn Lu.-Oggersheim.

Am Samstag, den 17. Juli 1976, dem "Tag des Gesangs" hatte der GMV "Volkschor" folgende Chöre zu Gast: Heidelerchen Birkenheide, Männergesangverein Freinsheim, MGV Fidelia Maxdorf, MGV Harmonie Maxdorf, MGV BASF-Siedlung Maxdorf, Volkschor Birkenheide.

Am Sonntag, den 18. Juli 1976, dem "Tag der Musik" waren folgende Musikgruppen der GMV Einladung gefolgt:
Musikfreunde Niederolm, Spielmannszug Birkenheide, Spielmannszug Lu.-Oppau, Fanfarenzug Frankenthal, Spielmannszug Ft. Eppstein. Den Abend bereicherten die Pfälzer Weinkehlchen.

Am Montag, den 19. Juli 1976 fand ein Deutsch-französischer Abend statt: Hier wirkten die Majorettes aus Stirling-Wendel und Fanfare des 6. Dragoner-Regiments mit. Es folgte ein Frühlingsfest mit dem Club "Rhenania" Friesenheim, die Maibaum Aufstellung und ein Besuch der Stadtkapelle Wittlich in Lambsheim.

Vom 20.-23. Mai 1977 wurden die 3. Lambsheimer Musiktage erfolgreich durchgeführt.

Die Vereinsführung des GMV "Volkschor" bemühte sich, wieder zu einem eigenen Vereinsheim zu kommen. Die Gemeinde Lambsheim überließ dem GMV einen Lagerschuppen am Eppsteiner Weg, den einige aktive Mitglieder wohnlich gestalteten, so dass man Baubesprechungen, Vorstands- und Beiratssitzungen und kleinere Festivitäten darin abhalten konnte.

Schließlich trug der ehemalige Bürgermeister Walter Hofstetter dem GMV ein gemeindeeigenes Grundstück in der Königsberger Straße an.

Die Vereinsführung befragte die Mitglieder, ob Einwilligung zum Bau einer vereinseigenen Halle besteht. Nach deren Zustimmung folgte die Planung und 1978 erhielt der Verein die Baugenehmigung.

In der Mitgliederversammlung im Frühjahr 1979 übergab der seit 1971 Vereinsvorsitzende Emil Hügenell die Vereinsführung an Hans Depper ab.

Am Kerwesamstag 1979 begannen die Bauarbeiten der GMV Halle. Hunderte freiwilliger Helferstunden waren notwendig um das Vereinsheim und seine Ausstattung zu einem beliebten Proben- und Übungsheim sowie Treffpunkt zu machen.

Im Jahre 1980 musste wegen Mangel an sangeswilligen Männern ein gemischter Chor ins Leben gerufen werden. Knut Mangold, zwischenzeitlich aus der Vereinsarbeit ausgeschieden, war bereit, den neuen Chor zu leiten. Sein Engagement dauerte über 15 Jahre und Chor und Chorleiter können auf schöne Konzerte und die damit verbundenen Erfolge zurückblicken.

1981 wurde das 135-jährige Vereinsjubiläum verbunden mit der Einweihung des neuen Vereinsheims, in dessen Saal gefeiert.

1984 bekam die GMV Kapelle einen neuen Dirigenten, Herrn Thomas Zelt, der ihr bis1996 vorstand.

1985 bis 1989 führte Kurt Adamus den Verein, der dann wieder mit einer vierteljährlichen Unterbrechung von Hans Depper, bis Juli 2008 geleitet wurde.

1990 war das "Sommerfest an der Isenach" wieder erfolgreich.

Wie fünf Jahre zuvor, wurden auch 1991 die Feiern zum 145-jährigen Jubiläum in der vereinseigenen Halle durchgeführt.

Mit der Jubiläumsfeier am 16. März begann der Reigen der Veranstaltungen. Es folgte am 13. April ein Festkonzert mit dem Jugendblasorchester Ludwigshafen unter Leitung von Herrn Professor Hans Pfeiffer. Der Einladung des Volkschor zum Freundschaftssingen am 27. April folgten der Gesangverein Frohsinn 1860 eV Oggersheim, der Gesangverein Eintracht Weisenheim am Sand, der Männergesangverein "Liederkranz 1842 eV Heßheim" und der Gesangverein Asselheim.

Am 22. und 23. Juni 1991 stieg das inzwischen zur Tradition gewordene "Sommerfest an der Isenach".

Ein Jubiläumsball mit den "Colorados" rundete am 28. September den Reigen der Veranstaltungen ab.

Am 26. Oktober 1991 veranstalteten GMV-Chor und Orchester einen gemeinsamen Liederabend. Blaskapellen des Kreismusikverbandes Ludwigshafen folgten am 9. November 1991 der Einladung unseres Vereins anlässlich des 145-jährigen Jubiläums und erfreuten mit einem Blaskonzert in der GMV-Halle.

Das 1993 vom gemischten Chor veranstaltete Konzert unter dem Titel: "Lieder aus der neuen Welt' amerikanische Volksongs, war ein voller Erfolg und sicherlich ausschlaggebend für den vollbesetzten Saal beim Wunschkonzert 1994, das gemeinsam mit dem GMV-Blasorchester nach Musikwünschen aus der Bevölkerung gestaltet war.

Chor und Blasorchester sind stets zur musikalischen Unterstützung bei Veranstaltungen der Gemeinde und der Lambsheimer Ortsvereine bereit. Auch Personen aus dem GMV-Wirtschaftsausschuss waren stets zur Mithilfe bei Festen anderer Vereine hilfsbereit.

Im Jubiläumsjahr 1996 führte Hans Depper die Geschicke des Vereins. Ihm zur Seite stand ein extra gegründeter Festausschuss unter Leitung von Helmut Veith. Als Schirmherrin fungierte Dr. Rose Götte, Kulturministerin von Rheinland-Pfalz. Den Festabend am 16. März 1996 eröffnete der gemischte Chor des GMV. Zu den Gratulanten gehörten u.a. Regierungspräsident Rainer Rund, der Präsident des Pfälzischen Sängerbundes Hartmut Doppler,1. Kreisdeputierter Herr Hoffmann, Bürgermeister Kurt Scherr, Altbürgermeister Walter Hofstetter, der Vorsitzende des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt Willi Fauerbach und Frau Dietrich von unserer Partnergemeinde Wörlitz, sowie Vertreter verschiedener Vereine. Unter Leitung von Thomas Zelt spielte das GMV-Orchester.

Das Freundschaftssingen am Samstag, den 23. März 1996 wurden von den Chören „Männerchor Eintracht 1900 Weisenheim am Sand, Gesangverein Liedertafel 1846 Weisenheim am Sand, Gesangverein Concordia Eppstein und unserem Chor gestaltet. Am Festgottesdienst den 21. April 1996 in der evangelischen Kirche beteiligten sich das Orchester und der Chor, sie umrahmten auch am  28. April 1996 den Ehrenabend für langjährige Mitglieder.

Für 40 Jahre Singen erhielten Horst Böhnlein und Engelbert Schiele die Ehrennadel in Gold des „Pfälzischen Sängerbundes“. Der Landesmusikverband ehrte Monika Hoch, Leo Haas und Joachim Schröck für 20-jährige aktive Mitgliedschaft im GMV-Orchester mit dem silbernen Ehrenzeichen.

Am Sonntag, den 23. Juni 1996  waren die Chöre Gesangverein Bund Freundschaft Flomersheim 1888 e.V., Männergesangverein 1842 Liederkranz Heßheim, Männergesangverein 1846 Freinsheim.e.V. unser Gäste-Chor unter der Leitung von Knut Mangold und der Männerchor 1847 Gimbsheim, Leitung Uwe Kleemann bestritten am 26.10.1996 unser Jubiläumskonzert.

Thomas Zelt dirigierte am 10.11.1996 das Herbstkonzert des GMV-Orchesters.

Mit einer Jubiläumstanzpartie und einem Feuerwerk an Silvester endete unser Jubiläumsjahr.

Im Jahr 1997 bemühte sich die Vorstandschaft mit einer genialen Werbekampagne neue Mitglieder für Chor und Orchester zu gewinnen. Mit Alexander Petry, einem echten Lambsheimer Jungen, war es gelungen einen jungen, dynamischen Orchesterleiter zu engagieren.

GMV-Chor und Orchester gaben in der vollbesetzten evangelischen Kirche ein Konzert, bei dem Musikstücke und Lieder von J. H. Schein, M. Franggens, M. A. Oharpentier und vielen anderen zu Gehör gebracht wurden, z.B. „Amen“, “Nobody Knows“ und „Amanzing Grace“.

Leitung: GMV-Chor: Knut Mangold
Leitung: GMV-Blasorchester: Alexander Petry

Leo Haas, Abteilungsleiter Orchester, Helmut Veith, Abteilungsleiter Chor und die beiden Dirigenten stellten unsere Abteilungen den Lambsheimer Bürgern in einer Schnupperstunde vor. Viele Interessenten nutzten dieses Angebot und besuchten den Probenunterricht.

Das Jahr 1998 stand im Zeichen besonderer Jubiläen: Der 1. Vorsitzende Hans Depper ehrte für 60 Jahre Mitgliedschaft im GMV mit einem GOLDENEN EHRENBRIEF und einem Blumengebinde, HEINZ MARX. Für 50 Jahre erhielten Edwin Stephan, Manfred Stephan und Walter Steuer einen SILBERNEN EHRENBRIEF. Für 40 Jahre bekamen eine GOLDENE NADEL Hans Bücklein und Josef Niklas. Für 10 Jahre Mitgliedschaft im Musikverband wurden Ove Armbrust, Petra Armbrust, Dirk Ehrler und Andreas Fritz geehrt.

Vom 15. bis 19.Juli 1998 fuhr die GMV-Familie nach Mecklenburg.

Zusammen mit dem MGV-Weisenheim und dem Duo „The Insperator“ gestaltete unser Chor ein  Konzert, dessen Gelingen durch die Kritik in der Rheinpfalz-Ausgabe vom 23.04.1998 bestätigt wurde.

Die jungen Musiker des Orchesters brachten viele Angehörige mit in die GMV-Halle zum Konzert am 15.11.1998. Um auch weiterhin junge Sänger und Musiker zu gewinnen, machten die Mitglieder Werbung bei Verwandten, Freunden und vor allem bei den Neubürgern von Lambsheim.

1999 nahm der Chor beim Jubiläumskonzert des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt bei der Aufführung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel im Congress-Forum in Frankenthal teil. Chorleiter Knut Mangold  beendete nach 20 Jahren seine Tätigkeit als Chorleiter zum Jahresende.

Das Orchester bestand 1999 aus 18 Musikerinnen und Musiker, die u.a. im Mai des Jahres ein Wunschkonzert gemeinsam mit dem Chor veranstalteten.

Das Jahr 2000 begann mit einer gut besuchten Silvesterparty. Zum ersten mal in der 150-jährigen Vereinsgeschichte erhielten die Mitglieder ein Rundschreiben, in dem die erfreuliche Mitteilung stand, dass der Verein schuldenfrei in das neue Jahrtausend startete, jedoch hatte der Verein, so Vereinsvorsitzender Hans Depper, steigende Energie- und Reparaturkosten zu bewältigen.

Zum Sommerfest an der “Isenach“ konnte Thomas Herberich als neuer Chorleiter verpflichtet werden. Der Chor beteiligte sich an Freundschaftssinggen bei Chören in Weisenheim am Sand, Oggersheim, Studernheim und Heßheim, führte 2x mit Erfolg „Carmina Burana“ von Carl Orff auf und sang bei der 50 Jahr-Feier des Sängerkreises. Ein Höhepunkt war das Abschiedskonzert für den langjährigen Chorleiter Knut Mangold.

Auf Einladung von Herrn Pfarrer Haller gab das Orchester ein Frühjahrskonzert im evangelischen Gemeindehaus und trat damit zum ersten Mal außerhalb der GMV-Halle auf. Man hoffte auf mehr Besucher aus dem alten Ortskern, wurde aber mit nur 80 Besuchern mehr als enttäuscht. Umso erfreulicher war der Bericht aus der „Rheinpfalz“, der das hohe Niveau der Musiker und Musikerinnen, sowie die symphonische Perfektion des Orchesters lobte

Das Jahr 2001 stand unter dem Motto “155 Jahre  GMV“. Mit “Unter Linden“, eine musikalische Reise von Lambsheim nach Berlin gaben Chor und Orchester am 23.September ein gemeinsames Konzert. Die Auswahl der Lieder und Musikstücke übernahmen Thomas Herberich und Alexander Petry. Die Damen und Herren des Vergnügungsausschusses verwandelten den GMV-Saal mit in ein tolles Ambiente. Essen und Getränke wurden den Gästen von den Helfern in Küche und Ausschank serviert. Als Gäste konnten Herr Bürgermeister Kurt Scherr, die Beigeordneten Erich Eisenbarth und Dr. Schäfer, der evangelische Pfarrer Klaus Haller, de katholische Pfarrer Benno Rieder, Herr Stuck von der Grund- und Hauptschule, die Herren der RV-Bank Frankenthal und der Kreissparkasse Lu-Lambsheim, der Vorsitzende des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt, Heinrich Schacky und Ehrenchorleiter Knut Mangold begrüßt werden.

Am 03. Juli 2001 verstarb Arno Schneider, seit März 2001 Leiter der Gesangsabteilung. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 02. November 2001 wurde Arno Reichert zum neuen Abteilungsleiter Gesang gewählt.

Auf Vorschlag des 1. Vorsitzenden Hans Depper hat der Vorstand- und Beirat im Jahre 2002 beschlossen, die Heizung der GMV-Halle an das Erdgasnetz anzuschließen. In seiner Rede zur JHV-Versammlung erläuterte er, dass der Unterhalt der Halle und die ideellen Veranstaltungen hauptsächlich durch wirtschaftliche Tätigkeiten finanziert werden.

Neben dem Freundschaftssingen beim GMV-Sommerfest am 23.06.2002 und dem Herbstkonzert am 28.09.2002 war die Ferienreise des Chors nach Ostfriesland vom 02.06. - 07.06.2002 ein Jahreshöhepunkt.

Das Orchester zählte mittlerweile 27 aktive Musikerinnen und Musiker und das am 17.11.2002 veranstaltete Konzert war zum 1. Mal ausverkauft.

Wirtschaftlich weniger positiv für den Verein erwies sich das Jahr 2003. Umso erfreulicher waren die überdurchschnittlich vielen Neueintritte, sowohl bei Chor wie auch beim Orchester und die Gründung der Jazz-Combo blueScheme. 6 Mitglieder des Orchesters taten sich zusammen, um einem immer größer werdenden Publikum die Welt des Jazz näher zu bringen.

"Im Krug zum grünen Kranz" war der Titel des Frühjahreskonzert des Chors am 25.04.2004, zu dem Chöre aus Heßheim, Laumersheim und Ellerstadt begrüßt werden konnten. Die GMV-Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus.

Unter Leitung von Abteilungsleiter Arno Reichert führte der Jahresausflug vom 02.06. - 06.06.2004 nach Oberschwaben.

Das Orchester absolvierte 2004 insgesamt 28 Auftritte. Besonders herauszuheben ist das Konzert in Wörlitz, die Konzerte in Eppstein und in der 2x ausverkauften GMV-Halle. Die Resonanz des Publikums honorierte mit begeistertem Applaus die Leistungen des Orchesters und die Arbeit seines Dirigenten Alexander Petry.

Mit dem Jugendensemble wurde 2004 von Dirigent Alexander Petry ein weiteres musikalisches Standbein des Vereins ins Leben gerufen. 8 Mädchen und Jungen zählte die Gründungsformation, die am 14.11.2004 als Teil des Jahreskonzerts mit Bravour ihre musikalische Feuertaufe bestand.

Das Jahr 2005 war finanziell gesehen ein schwieriges Jahr für den Verein. Trotz vieler Familienfeste und Fremdveranstaltungen konnte kein Gewinn erzielt werden. Deshalb wurde u.a. in einer Satzungsänderung beschlossen, dass die Ehrenmitgliedschaft erst nach 25 Jahren erreicht werden kann und nicht mehr beitragsfrei ist.

Am 13.03.2005 fand der Kreissängertag in der GMV-Halle statt. Der Chor nahm an verschiedenen Freundschaftssingen teil und bekam mit Klaus Matejcek einen neuen Dirigenten. Verabschieden musste sich der Verein von seinem langjährigen Chorleiter Knut Mangold, der in diesem Jahr verstarb.

Das Orchester wuchs auch 2005 stetig und zählte mittlerweile 37 Musikerinnen und Musiker und hatte 32 Auftritte. Auch die Jazz-Combo "blueScheme" und das Jugendensemble konnten ihr musikalisches Können bei eigenen Auftritten unter Beweis stellen.

2006 feierte der älteste Kulturverein Lambsheims sein 160-jähriges Jubiläum mit einem feierlichen Festabend am 22. April 2006, an dem alle Abteilungen des Vereins beteiligt waren.

Der Chor nahm u.a. am Wertungssingen des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt in Hetten-leidelheim mit Erfolg teil und veranstaltete ein eigenes Konzert am 21. Mai 2006

Mit Filmmusik, multimedialer Gestaltung und der passenden Dekoration zauberte das Orchester Kinoatmosphäre in die 2 mal ausverkaufte GMV-Halle am 18. und 19. November 2006.

Die Jazz-Combo "blueScheme" begeisterte bei verschiedenen Auftritte z.B. beim Weihnachts-markt in Frankenthal und in Wachenheim.

In der Jahreshauptversammlung am 23. März 2007 fanden Neuwahlen statt. Neben der Bestätigung des 1. Vorsitzenden Hans Depper, wurden neu in den Vorstand gewählt:

  • Leo Haas, 2. Vorsitzender
  • Heidi Ehrler, Abteilungsleiterin Gesang
  • Bernd Ullmann, Abteilungsleiter Musik
  • Ursula Orth, Kassiererin
  • Carolin Haas, Schriftführerin

2007 wurde die GMV-Halle an das Erdgasnetz angeschlossen.

Der Kreissängertag 2007 fand in der GMV-Halle statt. Zum Sommerfest am 17.06.2007 konnten der Kinderchor Lambsheim, der GV-Vorwärts Heßheim in Chorgemeinschaft mit Fidelia Maxdorf und der BASF-Siedlungschor begrüßt werden.

Am 25. September 2007 wurde der von Klaus Matejcek ins Leben gerufene Projektchor mit anfänglich 25 Mitgliedern gegründet, der bereits am  Jahresende  42 Sängerinnen und Sänger zählte.

Das Jugendensemble war inzwischen zu einem festen Bestandteil im kulturellen Kalender der Gemeinde geworden. Die 13 Jugendlichen hatten Auftritte bei der Einweihung der Karl-Wendel-Schule, dem Neujahrsempfang bei der "Eintracht" und dem Theater "Am Türmchen".

Wie die zahlreichen Auftritte in Frankenthal und Umgebung belegen, erfreute sich auch die Jazz-Combo "blueScheme" steigender Beliebtheit.

Am 31.08.2008 trat Hans Depper nach 29 Jahren als 1. Vorsitzender des Vereins zurück und der 2. Vorsitzende, Leo Haas übernahm kommissarisch die Vereinsführung.

Das musikalische Highlight des Jahres war das Kirchenkonzert am 24. Februar 2008, das mit Beteiligung aller Abteilungen in der protestantischen Kirche Lambsheim stattfand und bei dem zahlreich erschienenen Publikum auf große Begeisterung stieß.

Der Projektchor gab beim Sommerfest am 21.06.2008 mit der Aufführung der "Beach Love Story" sein Debüt. Die Begeisterung war dermaßen groß, dass die Show auf der Kerwe in Eppstein ein 2. Mal aufgeführt werden durfte.

Das Orchester gab traditionsgemäß im November vor 2 mal ausverkauftem Haus mit spanischen und lateinamerikanischen Rhythmen sein Jahreskonzert, diesmal unter dem Motto "A Latin Night".

Durch den Rücktritt von Hans Depper musste in der Jahreshauptversammlung im März 2009 ein neuer 1. Vorsitzender bestimmt werden. Einstimmig gewählt wurde hierzu Karl-Heinz Fritz, der sich sofort mit viel Engagement in seine neue Aufgabe stürzte und die Geschicke des Vereins übernahm.

So wurden 6 Vorstands-/Beiratssitzungen und 4 Sitzungen des geschäftsführenden Vorstands durchgeführt. Hierbei wurden die Beschlüsse für die notwendigen Investitionen und Anschaffungen gefasst. Es wurden Helfertage geplant, die erforderlichen Arbeiten im Rahmen der Modernisierung und Entrümpelung der Räumlichkeiten, z.B. Fensteraustausch im Übungsraum, im Instrumentenlager und Verbesserung der Außenanlage besprochen. So konnte der Fahrradstellplatz hergerichtet, die Garage verputzt, der Rasen neu angelegt, die Einfahrt zum Gelände durch das Verlegen von Verbundsteinen verbessert werden. Weiter wurde u.a. ein Einfahrtstor angebracht, eine Ergänzung des Geländes vorgenommen, um nur einige Aktivitäten zu nennen.

Die Lambsheimer Jazz-Night am 18. April 2009, gespielt von der Jazz-Combo "blueScheme" war Jazz vom Feinsten. Ein begeistertes Publikum quittierte diese Leistungen mit tosendem Applaus.

Der gemischten Chors nahm u.a. am 09.05.2009 beim 140-jährigen Jubiläum des MGV-Schauernheim und beim Konzert des Sängerkreises am 08.11.2009 in der Thomas-Morus-Kirche in Flomersheim teil. Der Projektchor hatte mit "Traumziele"  seinen 2. Auftritt am 21.06.2009 beim GMV-Sommerfest.

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich das Orchester am 30.05.2009 beim Landesmusikfest in Neustadt, wo in 130 Gruppen, ca. 4700 Musikerinnen und Musiker ihre Liebe zur Musik zeigten. Mittlerweile 37 Mitglieder zählend, absolviert das Orchester Jahr für Jahr ein Mammut-Programm mit bis zu 35 Auftritten mit den im November stattfindenden Jahreskonzerten als Höhepunkt. 2009 hieß das Motto "Helden und Legenden".